Copyright: Gianmarco Bresadola

Online Premiere von „Pinocchios Abenteuer“

Die Opernhäuser sind geschlossen. Schweren Herzens musste deshalb die Staatsoper Unter den Linden die Premiere von „Pinocchios Abenteuer“ vor Publikum absagen. Aber: nicht alle Vorbereitung soll umsonst gewesen sein und deshalb entschloss sich die Staatsoper, die Produktion trotz allem auf die Bühne zu bringen. Mit Unterstützung der SARIAS Stiftung konnte ein professioneller Stream erstellt werden, darüber freuen wir uns sehr! 

In einem spannenden Zusammenwirken aus Musik, Szene und Puppenspiel wird Pinocchios abenteuerliche Reise in 60 Minuten für Kinder ab 6 Jahren erzählt.

Unter dem folgenden Link ist das Video abrufbar:

https://youtu.be/r-YF61MUr00

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Wer kennt sie nicht? Die Geschichte von Pinocchio, dessen Nase beim Lügen in die Länge wächst…

Auf seinem Weg von der belebten Holzpuppe aus Fleisch und Blut muss Pinocchio zahlreiche Abenteuer überstehen, bei denen er seinen Mut beweist und zu seinem Vater, dem Holzschnitzer Gepetto, hält. Dabei muss er sich gegen einige gefährliche Gestalten wie den gierigen Fuchs und Kater, zwielichtige Zirkusdirektoren und sogar einen riesigen Walfisch zur Wehr setzen.

Auf die harte Tour erfährt Pinocchio, dass seine Nase bei übermäßigem Lügen unpraktischerweise in die Länge wächst und was für böse Folgen Bequemlichkeit, Schuleschwänzen und ein Aufenthalt im paradiesisch scheinenden Land des Nichtstuns haben können. Immer auf seiner Seite ist die geheimnisvolle Fee mit den dunkelblauen Haaren, die ihn wiederholt rettet und schließlich zu seinem längst verloren geglaubten Vater zurückbringt.

Pinocchios Abenteuer“ wurde 2015 von der italienischen Komponistin Lucia Ronchetti als „Instrumentale Komödie“ erschaffen, dabei hielt sich die Künstlerin textlich eng an die ursprüngliche Fassung des Kinderbuch-Klassikers von Carlo Collodi. Das Werk wird an der Staatsoper Unter den Linden erstmalig in deutscher Sprache aufgeführt.

Sopranistin Sarah Aristidou verkörpert die hölzerne Hauptfigur, fünf Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Staatskapelle Berlin schlüpfen in die zahlreichen Nebenfiguren der Geschichte.

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Auf seinem Weg von der belebten Holzpuppe zum echten Jungen aus Fleisch und Blut muss Pinocchio zahlreiche Abenteuer überstehen: Kaum wurde er von seinem Vater Geppetto aus einem Stück Holz geschnitzt, muss er die Zurechtweisungen der sprechenden Grille erdulden und soll zur Schule gehen. Stattdessen lässt sich Pinocchio ablenken und besucht einen Wanderzirkus mit Marionetten. Dort kann er den gefährlichen Feuerschlucker besänftigen und erhält von ihm schließlich sogar fünf Goldmünzen. Fuchs und Kater wollen ihm seinen neuen Reichtum abnehmen und locken ihn zu einem angeblichen Wunderfeld, wo das Geld wachsen und sich vermehren soll. Im Wald trifft Pinocchio die geheimnisvolle Fee mit den blauen Haaren. Der erste Überfall von Fuchs und Kater schlägt fehl, indem die Fee ihren Hund Medoro Pinocchio retten lässt und der leblosen Puppe eine Medizin verabreicht. Pinocchio findet Fuchs und Kater wieder, fällt aber erneut auf ihre Geschichte herein. So verliert er im Wunderfeld seine Münzen. 

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Wieder am Haus der Fee erfährt Pinocchio vom Tod seiner Beschützerin. Er verspricht erschüttert, ein braver Junge zu werden. Zwei Tauben bringen Pinocchio ans Meer, wo Geppetto in einem Boot nach seinem Sohn sucht und Gefahr läuft, von einem riesigen Wal gefressen zu werden. Der Delfin warnt Pinocchio. Er will seinen Vater trotzdem retten, landet aber auf einer Insel, wo ihm Kinder vom Spielzeugland erzählen. Dort gibt es keine Schulen und immer Ferien. Nach sechs Monaten im Spielzeugland verwandelt sich Pinocchio allerdings in einen Esel und muss in einem Zirkus Kunststücke aufführen. Als er sich verletzt, will man den nutzlosen Esel im Meer ertränken. Im Wasser wird Pinocchio wieder zu sich selbst, aber sogleich vom Wal verspeist. Im Bauch des Tieres findet er seinen Vater Geppetto wieder. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht und der Heimweg. Damit hat Pinocchio seinen Mut und seine Treue bewiesen: Eines Tages wacht er als echter Junge auf und findet einen Brief von seiner Fee, die ihm seine Münzen zurückgibt.